Rechtsanawaltsfachangestellte im Outfit Check

Verfasst von Sascha Matowitsch. Veröffentlicht am 01.08.2022.

Rechtsanwaltsfachangestellte im Outfit Check

Die richtige Kleidung für Rechtsanwaltsfachangestellte

Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben. Neue Kolleg:innen und Mandant:innen sind froh, Dich begrüßen zu dürfen. Doch welche Kleidung ist für Rechtsanwaltsfachangestellte angemessen. Wir klären auch die Frage, welcher Kleidungsstil unbedingt vermieden werden soll und auf was Du sonst bei der Kleiderwahl achten solltest. 

Auf Dein Umfeld kommt es an…

…denn Du musst Dich in Deinem Betrieb integrieren. Bestenfalls wagst Du einen Blick auf Deine Kolleg:innen. Dieser Blick kann für Dich wegweisend sein und Dir so eine Orientierung für Deinen „Kanzlei-Style“ aufzeigen. Selbstverständlich muss nicht jeder in den ähnlichen Klamotten herumlaufen. 
Bei der Outfit-Frage für Rechtsanwaltsfachangestellte ist die Kanzleigröße nicht zu unterschätzen. Je größer eine Kanzlei ist, desto mehr wird auf einen Business-Look Wert gelegt. In einer kleineren Kanzlei wäre saubere und schlichte Kleidung eher das Richtige. So wäre es z.B. verfehlt, täglich in einem Hosenanzug als Frau, oder in einem Anzug als Mann aufzutauchen.

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Du solltest ein „Zwischending“ zwischen Business und Alltag wählen.

Weniger ist nicht immer mehr! 

Als Rechtsanwaltsfachangestellte hat man es insbesondere in den Sommer-Monaten nicht leicht. Es ist schlicht heiß und jeder weitere Gramm an Kleidung bringt Dich zwischen den Akten zum Schwitzen. Nichtsdestotrotz solltest Du es vermeiden, kurze Röcke oder bauchfreie Oberteile zu tragen. Besonderes mit Blick auf die Klischees, die auf dem Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten lasten, tust Du Dir damit selbst einen enormen Gefallen. Es wirkt auch schlicht unprofessionell, wenn eine Angestellte mit tiefem Ausschnitt und einem kurzen Rock Mandant:innen begrüßt oder Post an die Kolleg:innen verteilt.

Ein ausgewogenes „Zwischending“

Natürlich musst Du nicht jedes Mal einen (Hosen-)Anzug tragen. Du solltest ein „Zwischending“ zwischen Business und Alltag wählen. Völlig in Ordnung ist es, eine saubere Jeans (ohne Löcher!) mit einer passenden Bluse zu kombinieren. Als Frau musst Du nicht jeden Tag mit Pumps durch die Kanzlei stolzieren – im Gegenteil! Sollte das Büro über keinen Teppichboden verfügen, kann das sogar als störend empfunden werden. Absolut in Ordnung sind saubere Sneaker oder ein ähnlich bequemes Schuhwerk. Auch ist von Bedeutung, in welchem Bereich der Kanzlei Du eingesetzt wirst. Sitzt Du eher im Backoffice, wird es Dir keiner übel nehmen, wenn Du Deinem Style – mit Ausnahme der No-Gos – treu bleibst. Hin und wieder wirst Du einem Mandanten – wenn auch nur auf dem Flur – begegnen. Ist Dein Arbeitsort eher der Empfang – also das Gesicht der Kanzlei – solltest Du Deinen Look in Richtung Business lenken. Für das bessere Verständnis hilft ein Rollentausch: Würdest Du Dich als Mandant:in richtig aufgehoben fühlen, wenn Dich eine Empfangskraft mit peppigem Aufdruck auf dem T-Shirt begrüßt? Du bist schließlich nicht in der Kanzlei, um die neueste Mode zu präsentieren, sondern Professionalität zu vermitteln. Diese Kontrollfrage kann Dir helfen, Deinen Kleidungsstil anzupassen.

Welche Kleidung trägt ein Rechtsanwaltsfachangestellter?

Ob Winter, Frühling, Sommer oder Herbst – es gilt: ordentliches Hemd mit Hose! Es muss nicht sein, jeden Tag mit einem Sakko in der Kanzlei aufzutauchen. Auch das Tragen einer Krawatte ist nicht Pflicht und kommt an der ein oder anderen Stelle vielleicht sogar übertrieben. Sollte es doch im Winter zu kalt werden, wird es Dir hier keiner übel nehmen, wenn Du einen ordentlichen – schlichten – Pullover trägst. Finger weg von bedruckten Hoodies! Ähnlich wie bei Frauen kann das ganz schnell einen unprofessionellen Eindruck vermitteln. Nicht nur die Frauen müssen im Sommer einiges aushalten – auch Männer sind nicht gut damit beraten, wenn sie eine kurze Hose und T-Shirt in der Kanzlei tragen. Auch hier ist man Repräsentant:in der Kanzlei und trägt dazu bei, dass insgesamt ein ordentlicher Eindruck vermittelt wird.

Finger weg von bedruckten Hoodies!

Absolute No-Gos

Unabhängig davon, wie sich Deine Kolleg:innen in der Kanzlei kleiden, musst Du Dich mit einigen No-Gos vertraut machen. Ganz egal, wie „hipp“ ein Trend ist – nicht jeder Trend ist für den Kanzleialltag geeignet. Löchrige Jeans sollten am besten für Deine Freizeitgestaltung im Kleiderschrank verbleiben. Schmutzige Turnschuhe könnten ein falsches Signal über Dich senden und gleichzeitig ein schlechtes Licht auf die Kanzlei werfen. Auch hinsichtlich der Aufdrucke auf T-Shirts oder Hosen solltest Du zurückhaltend sein. Zeitweilig galten Jogginghosen als super modern und hipp – sofern sie richtig kombiniert wurden. Du kannst Dir denken, weshalb die Jogginghosen auch Jogginghosen heißen – sie dienen der absoluten Freizeitgestaltung und haben in der Kanzlei nichts zu suchen. Diesen Grad der Lockerheit sucht man eher in einem Bekleidungsgeschäft, als in einer Rechtsanwaltskanzlei, die für das Recht ihrer Mandant:innen einstehen muss.

Kein Wandel der Zeit!

Es hat noch nie Zeiten gegeben, in denen Kanzleien eine Arbeitskleidung ausgehändigt haben. Jahrelang beschäftigen sich die angehenden Angestellten mit der Frage, welches Kleidungsstück das Passende ist. Einen echten Style-Umbruch hat es im Laufe der Zeit noch nicht gegeben. Zwar werden jetzt Sneaker nicht allzu streng bewertet, dies liegt aber auch daran, dass die Anwaltschaft bereits einen jüngeren Zuwachs verzeichnen kann und eine leichte Lockerheit in die Stilfrage bringen.


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